Hako Maki

Hako Maki sind – wie Nigiri – den ursprünglichen Formen des Sushi noch sehr ähnlich. Wie bei der alten Konservierungsmethode, aus der sich das Sushi entwickelt hat, werden Hako Maki in einem speziellen Sushikasten gepresst. Das klingt im Namen an, denn Hako-Zushi ist mit „Kasten-Sushi“ zu übersetzen. Die einzelnen Zutaten Reis, Fisch und manchmal Perillablätter werden in einen hölzernen Kasten (Oshiwaku) geschichtet. Anschließend wird mit Hilfe des beweglichen Kastendeckels per Hand oder Gewichten der Inhalt in Form gepresst. Durch die Anordnung der Zutaten in Lagen können mehrere zueinander passende Fischarten in einer Rolle verarbeitet werden. Für Hako-Zushi werden meistens marinierte oder gekochte Fische verwendet. Vor dem Servieren werden die Pressrollen in mundgerechte Scheiben oder Würfel geschnitten.

Die Namensgebung der Press-Sushirollen ist nicht immer einheitlich. Hako Maki sind unter weiteren Namen bekannt. Der bekannteste ist wohl Oshi Maki, was vor allem im Englischen als übergeordnete Bezeichnung dient. Hako Maki werden dann als eine Unterform der Oshi Maki verstanden, die sich vor allem durch ihre Präsentation in mundgerechten Würfeln auszeichnet.

Andere Namen für Hako Maki sind Osaka-Zushi beziehungsweise Kansai-Style Sushi. Diese Namen gehen darauf zurück, dass der Legende nach die Hako Maki in der Region Kansai rund um Osaka entstanden sein sollen. Von dort gelangten sie im 17. Jahrhundert nach Edo (heute Tokio). Während Hako Maki im Westen noch immer vergleichsweise unbekannt sind, zählen diese Urformen in Japan zu den beliebtesten Sushi-Arten. Sie werden dort nicht nur in Restaurants, sondern auch als Snack angeboten.