Gunkan Maki

Trotz ihrer etwas anderen Form zählen Gunkan-Zushi zu den Maki-Rollen. Eine ungefähre Übersetzung des Wortes „Gunkan“ lautet „Boot“ oder „Schiff“ und deutet bereits die Gestaltung an. Das für Sushi oft typische Noriblatt wird in Form eines kleinen Schiffchens gebogen und so mit Reis gefüllt, dass aufgelegte Füllungen Stabilität erhalten. Wegen dieser besonderen Formgebung werden häufig empfindlichere Füllungen in Gunkan Maki verarbeitet.

Gunkan Maki

Gunkan-Boote gelten als „Fortgeschrittenen-Sushi“. Sie sind zwar nicht übermäßig groß und insofern auch für Ungeübte sogar mit Stäbchen kontrolliert in den Mund zu bringen, aber für manchen europäischen Gaumen sind einige der typischen Beläge mindestens gewöhnungsbedürftig. Außer zahlreichen Varianten von Fischrogen, die von in Europa bekannten Fischen wie Lachs, Kabeljau oder Hering stammen, sind besonders die als Tobiko bekannten Rogen von Fliegenden Fischen unter Gunkan Maki-Liebhabern gefragt. Ebenfalls in diesem Zusammenhang hervorzuheben ist die „Uni“ genannte Paste aus Seeigel-Eiern. Diese saisonale Spezialität ist von cremiger Konsistenz und besitzt einen wortwörtlich sehr eigenen Geschmack, der sich deutlich von Fischrogen oder Meeresfrüchten unterscheidet.

Kenner schätzen gerade diese ausgefallenen Füllungsarten der Gunkan Maki als Abwechslung zu Mainstream-Sushi und verwestlichten Varianten als echte asiatische Spezialitäten. Besonders die beiden Varianten mit Uni und Tobiko werden in Kennerkreisen gern mit dem rohen Dotter von Wachteleiern (Uzura) genossen. Weil diese Kombination nicht nur als kulinarischer, sondern auch als aphrodisierender Gaumenkitzel gilt, sind sie gelegentlich als Honeymoon Sushi auf den Speisekarten zu finden.

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