Chirashi

Das mit „Streu-Sushi“ zu übersetzende Chirashi-Zushi ist eine besonders gesellige Form, Sushi zu genießen. Je nach Vorlieben werden kleingeschnittenes Gemüse, Pilze, Fisch, Shrimps und der obligatorische Reis in offenen Schalen serviert. Die jeweilige Präsentation variiert dabei nach Örtlichkeit und geographischem Einfluss. Beliebt bei der Bewirtung zuhause ist traditionell eine große Schüssel, in der alle Zutaten auf Reis „verstreut“ angeboten werden. Wer sich dabei an den Gepflogenheiten des östlichen Japans orientiert, verteilt die Beilagen locker auf dem Reis. Wer sich eher den Traditionen des westlichen Japans verpflichtet fühlt, kann sämtliche Zutaten schon in der Küche vermischen und Chirashi als „Gomoku-Zushi“ servieren. In Restaurants werden die einzelnen Zutaten meist in gesonderten Schüsseln auf dem Tisch angerichtet. In dieser Variante haben es Vegetarier und Nicht-Vegetarier besonders leicht, ihre Vorlieben in Gesellschaft der jeweils anderen zu genießen. Allgemein ist Chirashi durch die individuelle Zubereitung am Tisch auch für wenig geübte Hobbyköche problemlos vorzubereiten.

Chirashi ist eine der frühesten Formen der Präsentation von Sushi. Als Streu-Sushi wurden Fisch und Reis serviert, seit der mit Essig gesäuerte Reis zum Mahl gehört. Anders als bei gerolltem oder gepresstem Sushi weichen beim Chirashi-Zushi westliche und ursprüngliche Genussformen nicht weit voneinander ab. Auch in Japan wird die Streuvariante des Sushi üblicherweise mit Stäbchen gegessen. Eine Besonderheit ist dagegen eine saisonale Komponente des Chirashi-Zushi im Ursprungsland, die sich nicht durch die Zutaten ergibt. Es ist ein typisches Gericht, das in regionalen Variationen zum sogenannten „Puppenfest“ im März gereicht wird.